Neben einigen auch heutzutage noch ausgeübten, im Allgemeinen bekannten Berufsbezeichnungen, finden sich in dieser Sammlung auch die Namen vieler lange nicht mehr ausgeübter, teils aus heutiger Sicht seltsam amutender, alter, historischer Berufe und Tätigkeiten.

Zusätzliche sind auch einige Bezeichnungen für frühere historische Ämter und Aufgaben im Bereich von Kirche, Militär und Verwaltung, sowie Titel und Begriffe aus dem Adel und dem Bauernstand mit aufgeführt.

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BegriffDefinition
Schultess. SchultheißSchultheißDefinition: Er hatte im Auftrag seines Herren die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzuhalten, also Abgaben einzuziehen oder für das Beachten anderer Verpflichtungen Sorge zu tragen. Früher wurde zwischen dem Stadtschulzen und dem Dorfschulzen unterschieden. In der städtischen Gerichts- und Gemeindeverfassung war er ein Beauftragter zur Ausübung der Verwaltungshoheit und Rechtspflege. Der Schultheiß war meist auch Richter der niederen Gerichtsbarkeit. ...
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SchultheißEr hatte im Auftrag seines Herren die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzu...
Schulzes. SchultheißSchultheißDefinition: Er hatte im Auftrag seines Herren die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzuhalten, also Abgaben einzuziehen oder für das Beachten anderer Verpflichtungen Sorge zu tragen. Früher wurde zwischen dem Stadtschulzen und dem Dorfschulzen unterschieden. In der städtischen Gerichts- und Gemeindeverfassung war er ein Beauftragter zur Ausübung der Verwaltungshoheit und Rechtspflege. Der Schultheiß war meist auch Richter der niederen Gerichtsbarkeit. ...
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Schutzbürgers. BeisasseBeisasseDefinition: Bürger einer Stadt mit eingeschränktem Bürgerrecht. Er unterstand dem Schutz des Stadtrechtes, im Unterschied zu lediglich geduldeten Einwohnern, und konnte zu bestimmten Pflichten herangezogen werden, blieb aber von wesentlichen politischen Rechten, beispielsweise der Vertretung im Rat, ausgeschlossen. (Schweiz) s. Inwohner...
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Schutzgenosses. SchutzverwandterSchutzverwandterDefinition: Einwohner einer Stadt, der nicht das Bürgerrecht innehatte, aber nach Ableistung eines Schutzverwandteneides dennoch einen gewissen Schutz durch das Gemeinwesen genoss. Schutzverwandte unterstanden der Polizei und der Gerichtsbarkeit der Stadt. Umfasst waren regelmäßig das Wohnrecht und die Erlaubnis, die allgemeinen Anstalten der Gemeinde zu benutzen.Nicht erlaubt war einem Schutzverwandten, selbstständig ein bürgerliches Gewerbe zu betreiben oder den Zünften beizutreten. Auch durfte ein Schutzverwandter kein öffentliches Amt bekleiden. Rechte bei den Gemeindeweiden und Holzrechte standen Schutzverwandten meist in eingeschränkter Form zur Verfügung. S. auch Beisasse...
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SchutzverwandterEinwohner einer Stadt, der nicht das Bürgerrecht innehatte, aber nach Ableistung eines Schutzverwan...
SchwarzbinderHandwerker, der das Holz von Eichen zu Gebinden (Fässer oder Eimer) verarbeitet. Der Beruf stellt e...
Schweitzers. SchweizerSchweizerDefinition: Ehemalige Berufsbezeichnung. Schweizer übten außerhalb ihres Landes entsprechend ihren Fähigkeiten bestimmte Berufsarten aus. Schon im Spätmittelhochdeutschen bezeichnet das Wort nicht nur einen Einwohner der Schweiz, sondern auch verschiedene Berufe, für die die Schweizer bekannt waren: Wach- und Schutzdienste - Schweizer waren in fremden Heerdiensten, seit den Burgunderkriegen des 15. Jahrhunderts als Reisläufer, dann vor allem als Schweizertruppen der ehemaligen französischen Könige und an europäischen Fürstenhöfen und die heute noch existierende Schweizergarde des Vatikans, sowie als Leibwächter und als Eingangswachen. Schweizerei - Personen, die Viehzucht und Molkerei nach Schweizerart zu treiben verstanden. Konditoren - In Norddeutschland bezeichnete man früher gelegentlich auch Zuckerbäcker als Schweizer, da sie vielfach aus den französisch-schweizerischen Kantonen oder Graubünden kamen....
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SchweizerEhemalige Berufsbezeichnung. Schweizer übten außerhalb ihres Landes entsprechend ihren Fähigkeite...
Schwerdtfegers. SchwertfegerSchwertfegerDefinition: Es war die Aufgabe des Schwertfegers, das Schwert oder die Klinge blankzufegen, sie auf einem Schleifstein blank zu schleifen und ggfls. zu polieren. Seit dem 12. Jahrhundert war das Handwerk der Schwertfeger zu finden. ...
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SchwertfegerEs war die Aufgabe des Schwertfegers, das Schwert oder die Klinge blankzufegen, sie auf einem Schlei...
Scissor(lat.) s. VorschneiderVorschneiderDefinition: Teilte Speisen in handliche Stücke....
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Sculptors. SteinbildhauerSteinbildhauerDefinition: Im Gegensatz zum Steinmetz sind ihre Arbeiten mehr gestalterisch und weniger geometrisch, also keine Profilarbeiten oder bautechnischen Arbeiten, wie Treppen oder Küchenarbeitsplatten. Wie andere Bildhauer haben sie meist künstlerische oder kunsthandwerkliche Fähigkeiten. Der Steinbildhauer kann sowohl schöpferisch arbeiten als auch vorgegebene Plastiken in Stein umsetzen....
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SeelnonneIn Süddeutschland Frauen aus unteren sozialen Schichten bezeichnet, die in der Tradition der Begine...
Seelschwesters. SeelnonneSeelnonneDefinition: In Süddeutschland Frauen aus unteren sozialen Schichten bezeichnet, die in der Tradition der Beginen im späten Mittelalter und früher Neuzeit als Gelegenheitsverdienst Aufgaben wie Leichenpflege, Einsargen, Sterbebekanntmachung und allgemeine organisatorische Erledigungen im Zusammenhang mit Todesfällen übernahmen. s. auch Heimbürge...
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Seelweibs. SeelnonneSeelnonneDefinition: In Süddeutschland Frauen aus unteren sozialen Schichten bezeichnet, die in der Tradition der Beginen im späten Mittelalter und früher Neuzeit als Gelegenheitsverdienst Aufgaben wie Leichenpflege, Einsargen, Sterbebekanntmachung und allgemeine organisatorische Erledigungen im Zusammenhang mit Todesfällen übernahmen. s. auch Heimbürge...
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SeidenweberIst ein auf das Verarbeiten von Seide und Halbseide spezialisierter Weber. Das Weben von Seide und v...
Seidenwirkers. SeidenweberSeidenweberDefinition: Ist ein auf das Verarbeiten von Seide und Halbseide spezialisierter Weber. Das Weben von Seide und vor allem von Seidenbrokat verlangt vom Weber ein Höchstmaß an Perfektion, Konstanz und Gefühl für das Material....
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SeifensiederHandwerker, der Seife aus Fetten, Ölen und Soda herstellt. Dies ersetzte das bis dahin gebräuchlic...
Seigers. BornmeisterBornmeisterDefinition: Im 16. und 17. Jahrhundert eine Aufsichtsperson in einer Saline. Beaufsichtigte in der Saline die Arbeit der Bornknechte, damit diese die Verteilung der Sole ordnungsgemäß und gewissenhaft durchführten....
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Senklers. NestlerNestlerDefinition: Ihre Tätigkeit bestand in der Herstellung von Lederschnüren und dünner Riemen, die "Nestel" oder Senkel genannt wurden. Diese Riemen wurden zum Binden von Schuhen, Hemden, Hosen, Kitteln und Mänteln verwendet. Darüber hinaus fertigten Nestler auch Beutel. Diese durften jedoch nur aus Lederstreifen hergestellt sein. Andere Beutel durften nur von Beutlern angefertigt werden. Ferner waren sie auch als Lederfärber tätig....
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Setzers. SchriftsetzerSchriftsetzerDefinition: Beruf im Druckhandwerk und in der papierverarbeitenden Industrie zur Her- und Zusammenstellung bzw. Weiterverarbeitung von druckfähigem Material (vorwiegend Satzschrift) für den Buchdruck....
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Sichters. BeutlerBeutlerDefinition: 1) Hersteller von Lederwaren. Die Spezialisierung ging im Mittelalter bei den Zünften so weit, dass man je nach der Feinheit des Leders, aus dem Beutel hergestellt wurden, zwischen dem Beutler (feines Leder) und dem Säckler (grobes Leder) unterschied, so wie zwischen Feintäschner und Täschner. 2) Beutler oder Sichter werden aber auch Facharbeiter im Mühlen- und Bäckerhandwerk, die das von der Mühle kommende Mehl in immer feiner gewebte Säcke füllten und es durch Schütteln oder Schlagen siebten, um auf diese Weise unterschiedliche Feinheitsgrade zu gewinnen.[...
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Siebeners. FeldgeschworenerFeldgeschworenerDefinition: Das Ehrenamt ist im 13. Jahrhundert in Franken entstanden. Dort erkannten die fränkischen Gerichte, dass vor Ort Ansprechpartner in den einzelnen Dörfern nötig waren, die sich mit den lokalen Gegebenheiten auskannten und die Grenzbeaufsichtigung gewährleisteten....
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Siechenmagds. SiechenmutterSiechenmutterDefinition: Die Siechenmütter arbeiteten im Mittelalter in der Regel in sogenannten Siechenhäusern und standen diesen in vielen Fällen vor. Häufig handelte es sich um Witwen, die sich der Karitas verschrieben hatten, oder sie waren mit dem Spitalmeister verheiratet, der die Leitung über das Siechenhaus innehatte. Im Siechenhauser wurden alte und hinfällige Pflegebedürftige im Rahmen der Armenpflege versorgt. Bader beziehungsweise Ärzte gehörten nicht zum Stammpersonal dieser Einrichtungen. Siechenmütter leisteten zum einen praktische Pflege in Krankheitsfällen, waren aber auch für die Koordination, die Einteilung und Aufsicht über die ihr unterstellten Siechenmägde verantwortlich, die die eigentliche Arbeit leisteten. In besonderen Fällen übernahmen auch die Siechenmütter die alleinige Pflege und Behandlung bestimmter Patienten, die diese dann alleine oder gemeinsam mit einem Bader versorgte. In einigen Fällen wurden Siechenmütter als Hexen verfolgt....
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