Neben einigen auch heutzutage noch ausgeübten, im Allgemeinen bekannten Berufsbezeichnungen, finden sich in dieser Sammlung auch die Namen vieler lange nicht mehr ausgeübter, teils aus heutiger Sicht seltsam amutender, alter, historischer Berufe und Tätigkeiten.

Zusätzliche sind auch einige Bezeichnungen für frühere historische Ämter und Aufgaben im Bereich von Kirche, Militär und Verwaltung, sowie Titel und Begriffe aus dem Adel und dem Bauernstand mit aufgeführt.

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BegriffDefinition
Gograf(norddt.) s. CentenariusCentenariusDefinition: (lat.) Stellvertreter eines Grafen. Sein Gerichtsbezirk, die Centena, ist ein Teil eines Gaues....
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Goldgräber(mittelalterlich) Im Rheinland eine volkstümliche, euphemistisch-sarkastische Bezeichnung. S. [[Klo...
GoldschlägerHersteller von Blattgold. Bevor es ans Schlagen geht, schmilzt der Goldschläger das Gold. Je nach g...
GoldschmiedHandwerker, der Schmuck und Gegenstände aus Edelmetallen aus den Edelmetallen Gold, Silber und Plat...
Goliards. VagantVagantDefinition: Deutsch auch „fahrende Schüler“ oder „fahrende Scholaren“. Umherziehende Kleriker auf der Suche nach einem geistlichen oder weltlichen Amt, Studenten und allgemein gelehrte Bohème des 12. und 13. Jahrhunderts bezeichnet. Dem Milieu dieses umherziehenden Gelehrtenvolks entstammt die sogenannte Vagantendichtung, lateinische weltliche Lyrik und Spruchdichtung, die sich durch volksnahe Themen und Ton von der gleichzeitigen höfischen Dichtung abgrenzt. Zwischen den Vaganten und fahrendem Volk wurde teilweise kein großer Unterschied gemacht....
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Goltgrevers. GoldgräberGoldgräberDefinition: (mittelalterlich) Im Rheinland eine volkstümliche, euphemistisch-sarkastische Bezeichnung. S. Kloakenreiniger...
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GouvernanteHauslehrerin oder Erzieherin. Für Frauen der gebildeten Mittelschicht war die Tätigkeit einer Gouv...
Grapengießers. GelbgießerGelbgießerDefinition: Fertigte mittels Guss in Lehm- oder seit dem 18. Jahrhundert in Sandformen kleine Gegenstände aus Messing, die danach poliert, geschliffen, abgedreht oder vergoldet wurden. Zu den typischen Erzeugnissen gehören etwa Grapen, Mörser, Schnallen, kleine Leuchter, Figuren, Beschläge, Glocken und Schellen, Armaturen für die Feuerwehren sowie Knöpfe. Entwickelte sich zum Ende des 18. Jahrhunderts als Spezialisierung aus dem Rotgießer- und Gürtlerhandwerk....
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Grauwerkers. KürschnerKürschnerDefinition: Handwerker, der Tierfelle zu Pelzbekleidung und anderen Pelzprodukten verarbeitet. Kürschnerei ist ein Saisongewerbe. Von Oktober bis Dezember werden die größten Einnahmen erzielt. Deshalb nutzte man die warmen Monate zum Zurichten (Gerben) der Felle. Als Service wurden Pelzwaren in den Sommermonaten geschwefelt und gelüftet, um der Kleidung eine möglichst hohe Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlingsbefall zu geben. Trotz der Unreinheit ihres Handwerks gehörten Kürschner in Europa zu den angesehensten und ratsfähigen Handwerkern....
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GrobschmiedStellt vielfältige Werkzeuge aus Metall her, die traditionell in der Landwirtschaft und in anderen ...
Gropengießers. GelbgießerGelbgießerDefinition: Fertigte mittels Guss in Lehm- oder seit dem 18. Jahrhundert in Sandformen kleine Gegenstände aus Messing, die danach poliert, geschliffen, abgedreht oder vergoldet wurden. Zu den typischen Erzeugnissen gehören etwa Grapen, Mörser, Schnallen, kleine Leuchter, Figuren, Beschläge, Glocken und Schellen, Armaturen für die Feuerwehren sowie Knöpfe. Entwickelte sich zum Ende des 18. Jahrhunderts als Spezialisierung aus dem Rotgießer- und Gürtlerhandwerk....
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GroßbürgerBürger einer Stadt, die das große Bürgerrecht der Stadt erworben hatten. Damit verbunden war die ...
GroßkötterIn Nordwestdeutschland (Lippe) ein leibeigener Bauer, der in der dörflichen Hierarchie an dritter S...
GrubenjungeJunger Bergmann, der im Bergbau bis ins 19. Jahrhundert unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wur...
GrubenschreiberVorarbeiter in einem Bergbaubetrieb. Anders als die anderen Schreiber (z. B. der Gegenschreiber oder...
GrundherrWar in der Regel ein Angehöriger des Adels oder einer herrschenden Dynastie, eine Institution der K...
Guardeins. WardeinWardeinDefinition: Titel eines Beamten, der im Mittelalter die Erze und die Münzen untersuchte. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt gab es den Erzwardein (auch Erzprobierer), der die Erze untersuchte, und den Münzwardein, der die Münzen zu untersuchen hatte. Sie waren früher Chemiker in Berg- und Hüttenwerken und besaßen umfangreiche metallurgische Kenntnisse. Sie waren oft Goldschmiede und mussten auch das Scheiden von Gold-Silber-Legierungen (Güldischsilber) beherrschen....
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GubernatorUrsprünglich der Steuermann eines Schiffes, später auch im übertragenen politischen Sinne für St...
GürtlerWaren im 15. und 16. Jahrhundert Hersteller von Chatelaines für die Damenwelt....
GussziseleurGussveredler des Bildhauers. Kunstgüsse in Bronze, Silber oder Gold werden vom Gussziseleur so übe...
GutfertigerBeaufsichtigte vom 15. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert in den großen Handelshäusern die aus- u...
Gutsvogts. MeierMeierDefinition: Amtsträger des adligen oder geistlichen Grundherrn zur Verwaltung des Grundbesitzes, ab dem späteren Mittelalter auch ein Pächter oder selbständiger Bauer. Der Meier betrieb für den Grundherrn selbst einen Bauernhof, den Fronhof, beaufsichtigte die Hörigen (villici), welche die dem Fronhof unterstellten Hufen (oder Huben) bewirtschafteten, zog von ihnen die Abgaben für den Grundherrn ein und übte in der Regel als Träger der grundherrlichen Gerichtsbarkeit auch das Hofrecht (Frondienst) aus. Sie waren ursprünglich selbst Hörige; im Laufe des Mittelalters konnten sie oft zu Ministerialen aufsteigen und versuchten ihr Meieramt zu einem erblichen Lehen zu machen. Im Zuge dieser Entwicklung wurden die Naturalabgaben von den Grundherrn häufig in eine feste, jährliche Geldeinkunft umgewandelt, so dass der Meier oft vom Gutsverwalter zum Pächter wurde. S. auch Amtmann, Drost, Schultheiß, Vogt, Kellerer, Pfleger, Schaffner...
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HaderlumpBezeichnung für den Lumpensammler, eine als Fahrendes Volk umherziehende Personengruppe, die abgetr...
Hadersacks. HaderlumpHaderlumpDefinition: Bezeichnung für den Lumpensammler, eine als Fahrendes Volk umherziehende Personengruppe, die abgetragene Kleidungsstücke sowie Stoffreste und -fetzen, sogenannte „Hadern“ bzw. „Lumpen“, bei der Bevölkerung sammelte oder auch aufkaufte und diese an Papiermühlen veräußerte. Seit dem Mittelalter bis hinein ins 18. Jahrhundert bildeten Hadern aus Leinen, Hanf, Baumwolle oder Wolle – zusammen mit Spinnerei- und Seilereiabfällen – den einzig verfügbaren Faserrohstoff bei der Herstellung von Papier....
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Haftelmacherje nach regionaler oder historischer Verwendung, folgende Berufe: - Herstellung von Verschlüssen f...