Neben einigen auch heutzutage noch ausgeübten, im Allgemeinen bekannten Berufsbezeichnungen, finden sich in dieser Sammlung auch die Namen vieler lange nicht mehr ausgeübter, teils aus heutiger Sicht seltsam amutender, alter, historischer Berufe und Tätigkeiten.

Zusätzliche sind auch einige Bezeichnungen für frühere historische Ämter und Aufgaben im Bereich von Kirche, Militär und Verwaltung, sowie Titel und Begriffe aus dem Adel und dem Bauernstand mit aufgeführt.

Zur Navigation durch diese Liste von A-Z können die Suche, oder die Seitenauswahl am unteren Ende genutzt werden.

BegriffDefinition
DrostVor allem in Nordwestdeutschland (am Niederrhein, in Westfalen, in Ostfriesland), aber auch in Meckl...
Dudelsackbläsers. SackpfeiferSackpfeiferDefinition: Bezeichnung für jemanden, der eine Sackpfeife („Dudelsack“) spielt. Schon im 13. Jahrhundert gehörte neben einem Trompeter und einem Trommler der Sackpfeifer zum fürstlichen Hofstaat....
...
Dudelsackspielers. SackpfeiferSackpfeiferDefinition: Bezeichnung für jemanden, der eine Sackpfeife („Dudelsack“) spielt. Schon im 13. Jahrhundert gehörte neben einem Trompeter und einem Trommler der Sackpfeifer zum fürstlichen Hofstaat....
...
EbenistErstmals im Jahr 1657 auf einem französischen Dokument belegte, ab dem späten 17. Jahrhundert auch...
EdelknechtAdliger, ritterbürtiger, erwachsener, aber noch nicht zum Ritter geschlagener oder mit dem Schwert ...
EgetkötterIn Nordwestdeutschland (Lippe) ein leibeigener Bauer, der in der dörflichen Hierarchie an fünfter ...
Eggebauers. EgetkötterEgetkötterDefinition: In Nordwestdeutschland (Lippe) ein leibeigener Bauer, der in der dörflichen Hierarchie an fünfter Stelle stand. Er hatte die Verpflichtung, dem Grundherrn beim Eggen und Pflügen zu dienen. Er stellte ein Pferd, das zusammen mit dem Pferd eines zweiten Eggebauern vor die Egge oder den Pflug gespannt wurde. Kötter wurden nach den Prinzipien des Meierrechts behandelt und man unterschied zwischen Groß-, Mittel-, Eget- und Kleinkötter. ...
...
Eggeköters. EgetkötterEgetkötterDefinition: In Nordwestdeutschland (Lippe) ein leibeigener Bauer, der in der dörflichen Hierarchie an fünfter Stelle stand. Er hatte die Verpflichtung, dem Grundherrn beim Eggen und Pflügen zu dienen. Er stellte ein Pferd, das zusammen mit dem Pferd eines zweiten Eggebauern vor die Egge oder den Pflug gespannt wurde. Kötter wurden nach den Prinzipien des Meierrechts behandelt und man unterschied zwischen Groß-, Mittel-, Eget- und Kleinkötter. ...
...
Eichenbinders. FörsterFörsterDefinition: Ist eine mit der Hege des Waldes betraute Person. Der Beruf des Försters ist erst im 18. Jahrhundert aufgekommen und hat sich einerseits aus der Jagd und andererseits aus der Bewirtschaftung der Wälder entwickelt....
...
Eigenkätners. HäuslerHäuslerDefinition: Kleinstbauern, die ein kleines Haus und dazu kein oder nur wenig eigenes Land besaßen (unter 10 Joch Feld, also weniger als ein Viertelbauer) sowie nur über wenig oder gar kein Vieh, insbesondere kein Pferd oder einen Arbeitsochsen verfügten. Häusler traten in größerer Zahl ab dem 16. Jahrhundert auf. Die dörfliche Gemarkung war zu dieser Zeit bereits weitgehend unter Hufnern und Gärtnern aufgeteilt. Sie galten als freie Arbeiter im Gegensatz zu den Leibeigenen, standen aber im Regelfall am Rande oder außerhalb der von den Hufnern geprägten Dorfgemeinschaft....
...
EigenkutscherRegionale Berufsbezeichnung für einen Kutscher mit eigenem Pferdegespann und Wagen, der im Auftrag ...
Einmacherins. SeelnonneSeelnonneDefinition: In Süddeutschland Frauen aus unteren sozialen Schichten bezeichnet, die in der Tradition der Beginen im späten Mittelalter und früher Neuzeit als Gelegenheitsverdienst Aufgaben wie Leichenpflege, Einsargen, Sterbebekanntmachung und allgemeine organisatorische Erledigungen im Zusammenhang mit Todesfällen übernahmen. s. auch Heimbürge...
...
EinschlagmacherEinschlagmacher räucherten die für Wein und Most bestimmten Fässer mit Schwefel, der Einschlag ge...
EinspännerBauer, der mit einem Gespann fronpflichtig ist. S. HufnerHufnerDefinition: (mitteldeutsch) Bauer, der als Grundbesitz eine, mehrere oder einen Teil einer Hufe Land bewirtschaftet. Vollmitglied der Gemeinde der Bauern, besaß Mitspracherecht in der Gemeinde und durfte die Allmende nutzen. In der dörflichen Sozialhierarchie standen die Hufner als Vollbauern und Besitzer eines Hofes mit Land von, regional unterschiedlich 30 bis 100 Morgen, vor den Gärtnern und Häuslern. Im Gegensatz zu diesen konnten sie im Dorf das Schöppenamt ausüben....
...
Eisengräbers. MedailleurMedailleurDefinition: Entwirft und stellt Medaillen, Plaketten oder Münzen her. Die Ausführung erfolgt als Stempel für eine Prägung oder als Guss. Das Münzbild wurde ursprünglich direkt, das heißt vertieft und spiegelbildlich, in das Münzeisen (Münzstempel) mit dem Stichel „einwärts gegraben“....
...
Eisenschneiders. MedailleurMedailleurDefinition: Entwirft und stellt Medaillen, Plaketten oder Münzen her. Die Ausführung erfolgt als Stempel für eine Prägung oder als Guss. Das Münzbild wurde ursprünglich direkt, das heißt vertieft und spiegelbildlich, in das Münzeisen (Münzstempel) mit dem Stichel „einwärts gegraben“....
...
EishändlerVerkaufte bis in die 1960er Jahre Wassereis an überwiegend städtische private Haushalte und Gastro...
EismannDer Eismann war ein Spediteur von Natureis und fabrikmäßig erzeugtem Stangeneis. Bis in die 1960er...
ErbmüllerSaßen als Eigentumsmüller auf einer Mahlmühle bzw. einem Mühlengut. Diese Müller waren, in dör...
Erbscholtiseibesitzers. SchultheißSchultheißDefinition: Er hatte im Auftrag seines Herren die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzuhalten, also Abgaben einzuziehen oder für das Beachten anderer Verpflichtungen Sorge zu tragen. Früher wurde zwischen dem Stadtschulzen und dem Dorfschulzen unterschieden. In der städtischen Gerichts- und Gemeindeverfassung war er ein Beauftragter zur Ausübung der Verwaltungshoheit und Rechtspflege. Der Schultheiß war meist auch Richter der niederen Gerichtsbarkeit. ...
...
Erzprobierers. WardeinWardeinDefinition: Titel eines Beamten, der im Mittelalter die Erze und die Münzen untersuchte. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt gab es den Erzwardein (auch Erzprobierer), der die Erze untersuchte, und den Münzwardein, der die Münzen zu untersuchen hatte. Sie waren früher Chemiker in Berg- und Hüttenwerken und besaßen umfangreiche metallurgische Kenntnisse. Sie waren oft Goldschmiede und mussten auch das Scheiden von Gold-Silber-Legierungen (Güldischsilber) beherrschen....
...
Erzwardeins. WardeinWardeinDefinition: Titel eines Beamten, der im Mittelalter die Erze und die Münzen untersuchte. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt gab es den Erzwardein (auch Erzprobierer), der die Erze untersuchte, und den Münzwardein, der die Münzen zu untersuchen hatte. Sie waren früher Chemiker in Berg- und Hüttenwerken und besaßen umfangreiche metallurgische Kenntnisse. Sie waren oft Goldschmiede und mussten auch das Scheiden von Gold-Silber-Legierungen (Güldischsilber) beherrschen....
...
Facharbeiter für FertigungsmittelVon 1970 bis 1985 ein Ausbildungsberuf der Industrie in der DDR. Aus heutiger Sicht entspricht das B...
Facharbeiter für SchreibtechnikAusbildungsbezeichnung für den Facharbeiterberuf mit zweijähriger Ausbildung in der DDR. Ausgebild...