Neben einigen auch heutzutage noch ausgeübten, im Allgemeinen bekannten Berufsbezeichnungen, finden sich in dieser Sammlung auch die Namen vieler lange nicht mehr ausgeübter, teils aus heutiger Sicht seltsam amutender, alter, historischer Berufe und Tätigkeiten.

Zusätzliche sind auch einige Bezeichnungen für frühere historische Ämter und Aufgaben im Bereich von Kirche, Militär und Verwaltung, sowie Titel und Begriffe aus dem Adel und dem Bauernstand mit aufgeführt.

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BegriffDefinition
BergwardeinBergbeamter, der die Erze überprüfte und deren Gehalt an nutzbaren Metallen bestimmte. Er handelte...
BernsteindreherAnfertigung von Perlen, Ketten, Armbändern, Amuletten, Reliefs, Figuren und Mundstücken für Tabak...
BeschließerinIm mittelalterlichen ritterlichen Haushalt oder im adeligen Hofstaat die für die inneren wirtschaft...
BesenbinderHerstellung von Besen; Haus- und Wandergewerbe....
besessene Mann(obersächsisch) s. HufnerHufnerDefinition: (mitteldeutsch) Bauer, der als Grundbesitz eine, mehrere oder einen Teil einer Hufe Land bewirtschaftet. Vollmitglied der Gemeinde der Bauern, besaß Mitspracherecht in der Gemeinde und durfte die Allmende nutzen. In der dörflichen Sozialhierarchie standen die Hufner als Vollbauern und Besitzer eines Hofes mit Land von, regional unterschiedlich 30 bis 100 Morgen, vor den Gärtnern und Häuslern. Im Gegensatz zu diesen konnten sie im Dorf das Schöppenamt ausüben....
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Bettgehers. SchlafgängerSchlafgängerDefinition: Personen, die gegen ein geringes Entgelt ein Bett nur für einige Stunden am Tag mieteten, während der Wohnungsinhaber die Schlafstelle nicht benötigte. Der Grund dafür war der zur Zeit der Industrialisierung sehr knappe und daher teure Wohnraum, der nicht alle Landflüchtlinge aufnehmen konnte....
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Beutemeisters. BeutmeisterBeutmeisterDefinition: Unter den Landsknechten derjenige, der für ein gerechtes Aufteilen der gemeinsamen Kriegsbeute zuständig war....
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Beutler1) Hersteller von Lederwaren. Die Spezialisierung ging im Mittelalter bei den Zünften so weit, dass...
BeutmeisterUnter den Landsknechten derjenige, der für ein gerechtes Aufteilen der gemeinsamen Kriegsbeute zust...
Bierbeschauer(Mittelfranken) s. BierherrBierherrDefinition: Übernahm die Überwachung des jeweiligen Reinheitsgebots bezüglich der Bierqualität, zusätzlich das Schankwesen und regional bedingt, weitere Aufgaben im Zusammenhang mit dem jahreszeitlich bedingten Brauwesen wegen Sommer- und Winterbier....
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BierherrÜbernahm die Überwachung des jeweiligen Reinheitsgebots bezüglich der Bierqualität, zusätzlich ...
Bierkiesers. BierherrBierherrDefinition: Übernahm die Überwachung des jeweiligen Reinheitsgebots bezüglich der Bierqualität, zusätzlich das Schankwesen und regional bedingt, weitere Aufgaben im Zusammenhang mit dem jahreszeitlich bedingten Brauwesen wegen Sommer- und Winterbier....
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Biermeisters. BierherrBierherrDefinition: Übernahm die Überwachung des jeweiligen Reinheitsgebots bezüglich der Bierqualität, zusätzlich das Schankwesen und regional bedingt, weitere Aufgaben im Zusammenhang mit dem jahreszeitlich bedingten Brauwesen wegen Sommer- und Winterbier....
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Bierschröters. SchröterSchröterDefinition: Beruf im Weinhandel. Seine Aufgabe war es, Bier oder Wein im Fass von Keller zu Keller, von Keller zu Schiff oder Wagen und wieder in den Keller zu „schroten“. Der Transport erfolgte auf Fuhrwerken oder Schiffen oftmals über lange Strecken. So waren die Schröter Wochen und Monate mit den schweren Fässern unterwegs − ein Fass mit 1.000 Litern wiegt deutlich mehr als eine Tonne....
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BildermannEin auf Jahrmärkten anzutreffender Schausteller, der die Erzeugnisse der Kupferstecherei verkaufte...
BildwirkerWirken von Bildern und Motiven in ein textiles Flächengebilde (Bildteppich oder Wandteppich) ein. D...
Binders. KüferKüferDefinition: auch Küfner, Küffner; Handwerker, der Behälter und Gefäße aus Dauben, speziell geformten Holzstücken, die mit hölzernen oder eisernen Reifen zusammengehalten werden herstellt....
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Bindters. KüferKüferDefinition: auch Küfner, Küffner; Handwerker, der Behälter und Gefäße aus Dauben, speziell geformten Holzstücken, die mit hölzernen oder eisernen Reifen zusammengehalten werden herstellt....
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Bißmachers. GebissmacherGebissmacherDefinition: Stellt Gebisse her. s. auch Sporer...
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Bizzers. GebissmacherGebissmacherDefinition: Stellt Gebisse her. s. auch Sporer...
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Blaustrumpf(17., 18. Jh; Spottname) s. GerichtsdienerGerichtsdienerDefinition: Üben einfache Tätigkeiten aus, wie das Zureichen von Gerichtsakten, das Aufhalten der Türen beim Eintreten der Richter in den Gerichtssaal, das Zurechtrücken der Stühle für Richter, Botengänge und Ähnliches....
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Bödners. BüdnerBüdnerDefinition: In Norddeutschland, vor allem in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg, ein Besitzer eines kleinen ländlichen Anwesens, einer Büdnerei. Dazu gehörte ein eigenes Haus, jedoch nur wenig Land. Häufig wird ein Büdner mit dem Häusler gleichgesetzt. Vor allem in Mecklenburg gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen beiden Begriffen: Die Büdner erhielten zunächst Materialien zum Bau ihrer Anwesen und eine kleine Nutzfläche von 100 Ruten (etwa ein Hektar) sowie Weiderecht für eine kleine Anzahl von Tieren. Zunächst wurde ihnen das Anwesen in einem Pachtvertrag überlassen, wobei die Anfangszeit oft abgabenfrei blieb; Anlass war die zunehmende Flucht der Bewohner der ländlichen Gebiete in die Städte und ins Ausland. Als Büdner wurden in Pommern auch solche Dorfbewohner bezeichnet, denen zwar Haus und Garten zur Verfügung standen, die jedoch nicht Eigentümer des von ihnen bewohnten Grundstücks waren....
, HäuslerHäuslerDefinition: Kleinstbauern, die ein kleines Haus und dazu kein oder nur wenig eigenes Land besaßen (unter 10 Joch Feld, also weniger als ein Viertelbauer) sowie nur über wenig oder gar kein Vieh, insbesondere kein Pferd oder einen Arbeitsochsen verfügten. Häusler traten in größerer Zahl ab dem 16. Jahrhundert auf. Die dörfliche Gemarkung war zu dieser Zeit bereits weitgehend unter Hufnern und Gärtnern aufgeteilt. Sie galten als freie Arbeiter im Gegensatz zu den Leibeigenen, standen aber im Regelfall am Rande oder außerhalb der von den Hufnern geprägten Dorfgemeinschaft....
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Böhnhases. BönhaseBönhaseDefinition: In Norddeutschland, vor allem in Hamburg, ein unzünftiger, also zu den Zünften nicht zugelassener, seltener ausgestoßener, Handwerker, der entgegen den Zunftstatuten oder städtischen Vorschriften, also meist illegal, ihren erlernten Tätigkeiten nachgingen. Aufgrund fehlender Produktkontrollen der Zünfte und weil weitere widrige Arbeitsumstände, wie das Arbeiten in versteckten Winkeln, hinzu kamen, hatte das von Bönhasen in Lohnwerk hergestellte Gut nicht selten Mängel, weswegen Bönhasen unter den Bürgern teilweise als Stümper und Pfuscher galten. ...
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BomätscherSächsische Bezeichnung für Schiffszieher, einer schweren, aber auch angesehenen Arbeit vor dem Auf...
BönhaseIn Norddeutschland, vor allem in Hamburg, ein unzünftiger, also zu den Zünften nicht zugelassener,...