Neben einigen auch heutzutage noch ausgeübten, im Allgemeinen bekannten Berufsbezeichnungen, finden sich in dieser Sammlung auch die Namen vieler lange nicht mehr ausgeübter, teils aus heutiger Sicht seltsam amutender, alter, historischer Berufe und Tätigkeiten.

Zusätzliche sind auch einige Bezeichnungen für frühere historische Ämter und Aufgaben im Bereich von Kirche, Militär und Verwaltung, sowie Titel und Begriffe aus dem Adel und dem Bauernstand mit aufgeführt.

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BegriffDefinition
Bauconducteurauch Baukondukteur; Bezeichnung für einen niederen Baubeamten im späten 17. bis frühen 20. Jahrhu...
Bäudner(plattdt.) s. BüdnerBüdnerDefinition: In Norddeutschland, vor allem in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg, ein Besitzer eines kleinen ländlichen Anwesens, einer Büdnerei. Dazu gehörte ein eigenes Haus, jedoch nur wenig Land. Häufig wird ein Büdner mit dem Häusler gleichgesetzt. Vor allem in Mecklenburg gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen beiden Begriffen: Die Büdner erhielten zunächst Materialien zum Bau ihrer Anwesen und eine kleine Nutzfläche von 100 Ruten (etwa ein Hektar) sowie Weiderecht für eine kleine Anzahl von Tieren. Zunächst wurde ihnen das Anwesen in einem Pachtvertrag überlassen, wobei die Anfangszeit oft abgabenfrei blieb; Anlass war die zunehmende Flucht der Bewohner der ländlichen Gebiete in die Städte und ins Ausland. Als Büdner wurden in Pommern auch solche Dorfbewohner bezeichnet, denen zwar Haus und Garten zur Verfügung standen, die jedoch nicht Eigentümer des von ihnen bewohnten Grundstücks waren....
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BauernvogtIn der vorpreußischen Zeit Schleswig-Holsteins ein Amt der bäuerlichen Selbstverwaltung. Der Bauer...
Bauerts. BannwartBannwartDefinition: Bezeichnung für einen Flur-, Wald- oder Rebhüter, also eine offizielle Aufsichtsperson im ländlichen Bereich....
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BaumwollpflückerArbeitskräfte (oft auch Sklaven), die als Baumwollpflücker zur Ernte von Baumwolle eingesetzt wurd...
Bäuner(plattdt.) s. BüdnerBüdnerDefinition: In Norddeutschland, vor allem in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg, ein Besitzer eines kleinen ländlichen Anwesens, einer Büdnerei. Dazu gehörte ein eigenes Haus, jedoch nur wenig Land. Häufig wird ein Büdner mit dem Häusler gleichgesetzt. Vor allem in Mecklenburg gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen beiden Begriffen: Die Büdner erhielten zunächst Materialien zum Bau ihrer Anwesen und eine kleine Nutzfläche von 100 Ruten (etwa ein Hektar) sowie Weiderecht für eine kleine Anzahl von Tieren. Zunächst wurde ihnen das Anwesen in einem Pachtvertrag überlassen, wobei die Anfangszeit oft abgabenfrei blieb; Anlass war die zunehmende Flucht der Bewohner der ländlichen Gebiete in die Städte und ins Ausland. Als Büdner wurden in Pommern auch solche Dorfbewohner bezeichnet, denen zwar Haus und Garten zur Verfügung standen, die jedoch nicht Eigentümer des von ihnen bewohnten Grundstücks waren....
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Bawartauch Baawart; s. BannwartBannwartDefinition: Bezeichnung für einen Flur-, Wald- oder Rebhüter, also eine offizielle Aufsichtsperson im ländlichen Bereich....
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BeckenwerkerHersteller von Kupfer- und Messinggefäßen. Im Mittelalter ein bedeutender Zweig des buntmetallvera...
Begräbnisbitters. LeichenbitterLeichenbitterDefinition: Bis ins 19. Jahrhundert hinein ein öffentliches Amt. Der Leich(en)bitter hatte die Todesnachricht zu überbringen und zum Leichenbegängnis einzuladen. Er ging von Haus zu Haus, oder nach einer ihm aufgegebenen Adressenliste, um im Namen der Hinterlassenen "zur Leiche zu bitten". Das tat er, indem er vor der aufgesperrten Tür oder vor dem geöffneten Fenster ohne namentliche Anrede seinen Spruch aufsagte. Es gehörte sich nicht, ihn hinein zu bitten oder hereinzulassen. Für die Todesnachricht, erhielt er eine Münze zugeworfen oder ein Stück Brot in die Hand gegeben. Er ging beim Begräbnis am Ende des Trauergefolges mit, entrichtete die Gebühren an den Pfarrer, bezahlte das Geläute. Später verabschiedete er die Gäste des Trauermahls und bedankte sich für ihre Teilnahme an der Beerdigung im Namen der Hinterbliebenen. Sie galten wegen ihres Umgangs mit dem Toten als kultisch unrein und wurden als "unehrlicher Berufe" angesehen...
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BeigesetzterStand im 17. Jahrhundert in Mitteldeutschland kurz für beigesetzter Pfarrer und bezeichnete den Amt...
BeisasseBürger einer Stadt mit eingeschränktem Bürgerrecht. Er unterstand dem Schutz des Stadtrechtes, im...
Beiwohner(Schweiz) s. InwohnerInwohnerDefinition: Bezeichnung mit regional unterschiedlicher Bedeutung. In vielen Gegenden wurden damit im Mittelalter und in der frühen Neuzeit besitzlose Bewohner einer Stadt bezeichnet, die nicht das Bürgerrecht besaßen. Sie mussten sich als Tagelöhner ihren Lebensunterhalt erwerben....
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BematistSpezialisten im antiken Griechenland, die dafür ausgebildet waren, Entfernungen durch Zählen ihrer...
Berggeschworenerauch Berggeschworner; vereidigter Bediensteter des Bergamtes, dem die Aufsicht der Bergwerke unterst...
BerghauptmannIn den deutschen Ländern ein Bergbeamter, der als Direktor des Oberbergamts, also der zweiten bzw. ...
Berghofmeisters. BerghauptmannBerghauptmannDefinition: In den deutschen Ländern ein Bergbeamter, der als Direktor des Oberbergamts, also der zweiten bzw. mittleren Berginstanz, für die Leitung der Bergbaubetriebe, der Schmelzhütten sowie die Beaufsichtigung der Bergleute und Hüttenleute zuständig war....
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Bergjunges. GrubenjungeGrubenjungeDefinition: Junger Bergmann, der im Bergbau bis ins 19. Jahrhundert unter Tage für Hilfsarbeiten eingesetzt wurde. Sie wurden je nach körperlicher Eignung und betrieblichem Bedarf zu Säuberungsarbeiten (als sogenannte Sauberjungen) eingeteilt oder als Helfer in der Förderung eingesetzt....
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BergknechtBergmann, der im frühen Bergbau als Hilfsarbeiter zu Arbeiten eingesetzt wurde, für die keine beso...
BergkommissionsratHöherer Bergbeamter im Kurfürstentum Sachsen und Mitglied der Bergkommission, einem Ausschuss zur ...
BergmeisterNeben dem Bergvogt ein an einem Berggericht tätiger Bergbeamter der ersten bzw. unteren Instanz. Be...
Bergrats. BergvogtBergvogtDefinition: Bergbeamter der ersten bzw. unteren Instanz der Verwalter der Bergwerke in den Bergwerksregionen der jeweiligen Länder. Als Bergvogt wurden in der Regel Menschen aus dem niederen Adel von ihrem Lehnsherrn, dem Grafen oder Herzog, eingesetzt. Bei der Verwaltung von Bergwerken, Eisenhütten und Zinkhütten unterstanden ihm weitere Beamte. In vielen Bergbauregionen gab es anstelle des Bergvogts einen Bergmeister....
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BergrichterBergbeamter, der das Bergrecht ausübte und streitige Bergsachen entscheiden musste. Die Funktion de...
BergschmiedHandwerker, der die zum Bergbau erforderlichen Gerätschaften aus Eisen schmiedete. Er unterstand de...
BergschreiberBeamter des Bergamtes und in seiner Funktion der Protokoll- oder Buchführer (lat. Actuarius) des Be...
BergvogtBergbeamter der ersten bzw. unteren Instanz der Verwalter der Bergwerke in den Bergwerksregionen der...