Neben einigen auch heutzutage noch ausgeübten, im Allgemeinen bekannten Berufsbezeichnungen, finden sich in dieser Sammlung auch die Namen vieler lange nicht mehr ausgeübter, teils aus heutiger Sicht seltsam amutender, alter, historischer Berufe und Tätigkeiten.

Zusätzliche sind auch einige Bezeichnungen für frühere historische Ämter und Aufgaben im Bereich von Kirche, Militär und Verwaltung, sowie Titel und Begriffe aus dem Adel und dem Bauernstand mit aufgeführt.

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BegriffDefinition
Stubenmädchens. DienstboteDienstboteDefinition: Eine ständig im Haushalt wohnende angestellte Hilfskraft für Arbeiten in der Haus- und Landwirtschaft. Im engeren Sinne ist es eine im Haushalt beschäftigte Arbeitskraft. Als Blütezeit des Dienstbotenwesens in Westeuropa gilt das 19. Jahrhundert und beginnende 20. Jahrhundert. Für bürgerliche Haushalte dieser Zeit war die Beschäftigung mindestens eines Dienstmädchens ein wesentliches Merkmal des eigenen Standes....
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Stübners. BaderBaderDefinition: Betreiber einer Badestube. Der Beruf ist seit dem Mittelalter bekannt. Einerseits waren sie die „Ärzte der kleinen Leute“, die sich keinen Rat bei den meist klerikalen, studierten Ärzten leisten konnten. Andererseits waren sie aber bis ins 18. Jahrhundert wichtige Gehilfen der akademisch gebildeten Ärzteschaft. Der Beruf umfasste das Badewesen, Körperpflege, Kosmetik und Teilgebiete der sich erst entwickelnden Chirurgie, Zahnmedizin und Augenheilkunde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (welcher 1648 endete) wurden viele Badstuben durch Verordnung der Landesherren oder Städte geschlossen. Dadurch wandelte sich das Berufsbild erneut und die weiter tätigen Bader übten ihre nun Tätigkeit im Freien oder „fahrend“ aus....
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Stückegießers. StückgießerStückgießerDefinition: Der vom 14. bis 19. Jahrhundert gängige Beruf des Stückgießers umfasste die Tätigkeiten zur Herstellung von Geschützrohren aus Geschütz- oder Stückbronze. Stückgießer waren mehr oder weniger spezialisierte Erzgießer bzw. später Rotgießer....
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StückgießerDer vom 14. bis 19. Jahrhundert gängige Beruf des Stückgießers umfasste die Tätigkeiten zur Hers...
Stückmeister1) Im 18. und 19. Jahrhundert Bezeichnung für Handwerksmeister, die ihren Gesellen die Arbeit nach ...
Syndicuss. SyndikusSyndikusDefinition: Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit war ein Syndikus für die Rechtsgeschäfte einer Stadt zuständig. Er beriet Bürgermeister und Rat in juristischen Angelegenheiten und verfasste Gutachten in deren Auftrag. Oft handelte es sich um Juristen, die an einer Universität das gemeine Recht – meist römisches Recht, gelegentlich aber auch noch kanonisches Recht – studiert hatten. Verfügte eine Stadt über einen Stadtschreiber (Kanzleivorsteher) mit entsprechender Rechtsbildung, so versah er die Aufgaben des Syndicus mit....
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SyndikusIm Mittelalter und der Frühen Neuzeit war ein Syndikus für die Rechtsgeschäfte einer Stadt zustä...
Tabes(lat.) s. AuszehrungAuszehrungDefinition: Krankheitsbilder mit Kräfteverfall und starkem Untergewicht, z.B. Krebs, Tuberkulose; s. auch Schwindsucht...
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Tafelmachers. TafelmeisterTafelmeisterDefinition: Im 16. und 17. Jahrhundert Bezeichnung für die Kürschner, die sich mit dem Herstellen von Felltafeln und Fellfuttern beschäftigten. Sie traten ursprünglich nicht als selbständige Kürschner auf sondern waren mit dieser Spezialarbeit bei einem Kürschner angestellt....
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TafelmeisterIm 16. und 17. Jahrhundert Bezeichnung für die Kürschner, die sich mit dem Herstellen von Felltafe...
TafelrichterIn Ungarn die Bezeichnung für einen Richter, der die Befugnis hatte, auch über Mitglieder des Adel...
TagelöhnerJemand, der kein festes Arbeitsverhältnis hat, sondern seine Arbeitskraft in der Regel immer wieder...
Tagners. TagelöhnerTagelöhnerDefinition: Jemand, der kein festes Arbeitsverhältnis hat, sondern seine Arbeitskraft in der Regel immer wieder bei neuen Arbeitgebern kurzfristig anbietet. Tagelöhner gehörten in der Regel zur landlosen Bevölkerung und kamen somit bereits aus ärmlichen Verhältnissen. Sie gingen außerdem in der Regel keinem bestimmten Beruf nach oder konnten keinen Beruf mehr ausüben. Deshalb waren sie gezwungen, alle möglichen körperlichen Hilfs-, Gelegenheits- und Saisonarbeiten anzunehmen. Insbesondere auch Arbeiten, die unter dem Niveau des zunftmäßigen Handwerks lagen, wurde von Tagelöhnern ausgeführt. Dazu zählten Sackträger, Transportkutscher oder Straßenarbeiter. Außerdem verdingten sich angelernte Arbeiter, die keine eigentliche fachliche Berufsausbildung besaßen als Tagelöhner. Unter den Tagelöhnern befanden sich auch gelernte Handwerker, die sich aus den verschiedensten Gründen nicht oder nicht mehr in ihrem Beruf behaupten konnten.[...
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TambourmajorDer Tambourmajor war vom Hochmittelalter bis in die Neuzeit der Anführer der Trommler, die die Arme...
TaschenspielerWurden noch im 19. Jahrhundert jene Zauberkünstler und Gaukler genannt, die mit wenigen und kleinen...
TäschnerBeruf des lederverarbeitenden Gewerbes. Täschner stellen Koffer, Taschen und andere Behältnisse he...
Taschner(österr.) s. TäschnerTäschnerDefinition: Beruf des lederverarbeitenden Gewerbes. Täschner stellen Koffer, Taschen und andere Behältnisse her. ...
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TaunerSchweizer Kleinbauern. Sie besaßen eigene Felder, allerdings war die Fläche nicht gross genug, um ...
Tawners. TaunerTaunerDefinition: Schweizer Kleinbauern. Sie besaßen eigene Felder, allerdings war die Fläche nicht gross genug, um sich und ihre Familien durchbringen zu können. Sie hielten neben anderem Kleinvieh häufig auch Ziegen, die sie auf der Allmend weideten. Um aber ihr Auskommen zu sichern, mussten sie sich bei den Grossbauern verdingen und arbeiteten für sie im Taglohn. Rechtlich waren die Tauner den Bauern in der Dorfgemeinschaft zwar gleichgestellt ...
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ThesmothetBezeichnet im antiken Griechenland und im weitesten Sinne Rechtsgelehrte und Urteilsarchivare, in er...
Thürhüters. OstiariusOstiariusDefinition: (lat.) Türsteher. Im Römischen Reich meist ein Sklave, der von seiner cella ostiaria (etwa: zur Tür gehörige Kammer) aus den Hauseingang bewachen sollte. Im frühchristlichen Gemeindegottesdienst nannte man den Türsteher Ostiarius. Ungetauften und Büßern wies er einen Platz im Eingangsbereich der Kirche zu, den sie nach dem Wortgottesdienst vor Beginn der Eucharistiefeier verlassen mussten. Als in späteren Zeiten Glocken in Gebrauch kamen, war der Ostiarius auch für das Läuten derselben zuständig. Das Amt wandelte sich im Lauf der Zeit in das des Küsters. Bis 1968 existierte die ursprüngliche Bezeichnung des Amtes als Niedere Weihe in der römisch-katholischen Kirche fort, jedoch nur noch als Vorstufe zur Priesterweihe....
, SchweizerSchweizerDefinition: Ehemalige Berufsbezeichnung. Schweizer übten außerhalb ihres Landes entsprechend ihren Fähigkeiten bestimmte Berufsarten aus. Schon im Spätmittelhochdeutschen bezeichnet das Wort nicht nur einen Einwohner der Schweiz, sondern auch verschiedene Berufe, für die die Schweizer bekannt waren: Wach- und Schutzdienste - Schweizer waren in fremden Heerdiensten, seit den Burgunderkriegen des 15. Jahrhunderts als Reisläufer, dann vor allem als Schweizertruppen der ehemaligen französischen Könige und an europäischen Fürstenhöfen und die heute noch existierende Schweizergarde des Vatikans, sowie als Leibwächter und als Eingangswachen. Schweizerei - Personen, die Viehzucht und Molkerei nach Schweizerart zu treiben verstanden. Konditoren - In Norddeutschland bezeichnete man früher gelegentlich auch Zuckerbäcker als Schweizer, da sie vielfach aus den französisch-schweizerischen Kantonen oder Graubünden kamen....
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Tiöttes. TöddeTöddeDefinition: Saisonal wandernde Kaufleute und Hausierer aus Westfalen und angrenzenden Regionen, die insbesondere das in ländlich-häuslichen Betrieben während des Winters hergestellte Leinen, später auch Metallwaren, im folgenden Sommer erst in den Niederlanden (ugs. Holland) und dann in ganz Nordeuropa, von England bis Riga verkauften....
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TöddeSaisonal wandernde Kaufleute und Hausierer aus Westfalen und angrenzenden Regionen, die insbesondere...
Tonnenmachers. KüferKüferDefinition: auch Küfner, Küffner; Handwerker, der Behälter und Gefäße aus Dauben, speziell geformten Holzstücken, die mit hölzernen oder eisernen Reifen zusammengehalten werden herstellt....
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TonsorIm Römischen Reich die Bezeichnung für einen Frisör. Er war jedoch nicht nur für das Kürzen des...