Neben einigen auch heutzutage noch ausgeübten, im Allgemeinen bekannten Berufsbezeichnungen, finden sich in dieser Sammlung auch die Namen vieler lange nicht mehr ausgeübter, teils aus heutiger Sicht seltsam amutender, alter, historischer Berufe und Tätigkeiten.

Zusätzliche sind auch einige Bezeichnungen für frühere historische Ämter und Aufgaben im Bereich von Kirche, Militär und Verwaltung, sowie Titel und Begriffe aus dem Adel und dem Bauernstand mit aufgeführt.

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BegriffDefinition
StallknechtBezeichnung für einen angestellten Tierpfleger, der für das Wohlergehen der Pferde des Arbeitgeber...
StallmeisterWar an mittelalterlichen und neuzeitlichen adligen Höfen einer der höchsten Hofbeamten, der für d...
Stallschweizers. SchweizerSchweizerDefinition: Ehemalige Berufsbezeichnung. Schweizer übten außerhalb ihres Landes entsprechend ihren Fähigkeiten bestimmte Berufsarten aus. Schon im Spätmittelhochdeutschen bezeichnet das Wort nicht nur einen Einwohner der Schweiz, sondern auch verschiedene Berufe, für die die Schweizer bekannt waren: Wach- und Schutzdienste - Schweizer waren in fremden Heerdiensten, seit den Burgunderkriegen des 15. Jahrhunderts als Reisläufer, dann vor allem als Schweizertruppen der ehemaligen französischen Könige und an europäischen Fürstenhöfen und die heute noch existierende Schweizergarde des Vatikans, sowie als Leibwächter und als Eingangswachen. Schweizerei - Personen, die Viehzucht und Molkerei nach Schweizerart zu treiben verstanden. Konditoren - In Norddeutschland bezeichnete man früher gelegentlich auch Zuckerbäcker als Schweizer, da sie vielfach aus den französisch-schweizerischen Kantonen oder Graubünden kamen....
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Statuariuss. SteinbildhauerSteinbildhauerDefinition: Im Gegensatz zum Steinmetz sind ihre Arbeiten mehr gestalterisch und weniger geometrisch, also keine Profilarbeiten oder bautechnischen Arbeiten, wie Treppen oder Küchenarbeitsplatten. Wie andere Bildhauer haben sie meist künstlerische oder kunsthandwerkliche Fähigkeiten. Der Steinbildhauer kann sowohl schöpferisch arbeiten als auch vorgegebene Plastiken in Stein umsetzen....
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Stechers. KupferstecherKupferstecherDefinition: überträgt durch spanabhebende Verfahren Abbildungen auf Metallplatten, vorwiegend aus Kupfer. Das Tätigkeitsfeld überschneidet sich teilweise mit dem Beruf des Stechers und Graveurs, die Gegenstände des täglichen Gebrauches wie Briefmarken, Banknoten (siehe Stahlstich) oder Schmuck und Dekorationsgegenstände mit Schrift, Ornamenten und Verzierungen versehen. Sie waren meistens selbst nicht kreativ tätig, sondern übertrugen die Arbeiten anderer, was aber trotzdem hohe Anforderungen an ihre zeichnerischen und handwerklichen Fähigkeiten stellte....
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Stegraiffers. SteigbügelmacherSteigbügelmacherDefinition: Stellt Steigbügel her. s. auch Sporer...
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SteigbügelmacherStellt Steigbügel her. s. auch SporerSporerDefinition: Gewerbetreibender, der Sporen anfertigt. Auch wenn Sporer häufig auch Gebisse und Steigbügel herstellten. Sie waren darüber hinaus für die Anfertigung von Striegeln zuständig....
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SteigerDer Steiger hatte die Aufsicht über die unterstellten Bergleute zu führen. Er musste die Bergleute...
SteinbildhauerIm Gegensatz zum SteinmetzSteinmetzDefinition: Sein ursprünglicher Werkstoff war Naturwerkstein. ...
sind ihre Arbeiten mehr gestalterisch und weniger geometrisch, also k...
SteindämmerSteindämmer gingen mit einer Sonde (langer stabiler Eisenstab) über die Äcker und suchten große ...
SteinfischerErwerbsmäßige Bergung von Findlingen und größeren Steinen aus Gewässern bezeichnet. Sie ist wei...
SteinhauerArbeiter, der im Steinbruch mit der Gewinnung und Vorbearbeitung von Naturstein im Bauwesen, Werkste...
SteinmetzSein ursprünglicher Werkstoff war Naturwerkstein. ...
SteinschneiderMedizinischer Beruf, der vielfach gleichzeitig mit der Tätigkeit als Okulist (Augenmediziner) und C...
Steintauchers. SteinfischerSteinfischerDefinition: Erwerbsmäßige Bergung von Findlingen und größeren Steinen aus Gewässern bezeichnet. Sie ist weitgehend nur noch von historischer Bedeutung. Die gehobenen Steine dienten als Baumaterial, insbesondere für Molen, Straßen und Fundamente....
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Steinzangers. SteinfischerSteinfischerDefinition: Erwerbsmäßige Bergung von Findlingen und größeren Steinen aus Gewässern bezeichnet. Sie ist weitgehend nur noch von historischer Bedeutung. Die gehobenen Steine dienten als Baumaterial, insbesondere für Molen, Straßen und Fundamente....
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Stellmacher(norddt.) Handwerker, der Räder, Wagen und andere landwirtschaftliche Geräte aus Holz herstellt. U...
Stempelschneiders. MedailleurMedailleurDefinition: Entwirft und stellt Medaillen, Plaketten oder Münzen her. Die Ausführung erfolgt als Stempel für eine Prägung oder als Guss. Das Münzbild wurde ursprünglich direkt, das heißt vertieft und spiegelbildlich, in das Münzeisen (Münzstempel) mit dem Stichel „einwärts gegraben“....
s. SchriftschneiderSchriftschneiderDefinition: Schnitten nach eigenen oder fremden Entwürfen die Patrizen. Das waren Stahlstempel, mit denen die Matrizen für die Gussformen für die im Buchdruck benötigten Bleilettern hergestellt wurden....
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SteuerperäquatorIn Baden im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ein Beamter, der gemäß den Gesetzen die Steuern fe...
Stickerbeschäftigt sich mit dem Besticken von zumeist Textilien mit Fäden, um damit Muster oder Bilder zu...
Stiftsamtmann(Kloster als Grundherr) s. MeierMeierDefinition: Amtsträger des adligen oder geistlichen Grundherrn zur Verwaltung des Grundbesitzes, ab dem späteren Mittelalter auch ein Pächter oder selbständiger Bauer. Der Meier betrieb für den Grundherrn selbst einen Bauernhof, den Fronhof, beaufsichtigte die Hörigen (villici), welche die dem Fronhof unterstellten Hufen (oder Huben) bewirtschafteten, zog von ihnen die Abgaben für den Grundherrn ein und übte in der Regel als Träger der grundherrlichen Gerichtsbarkeit auch das Hofrecht (Frondienst) aus. Sie waren ursprünglich selbst Hörige; im Laufe des Mittelalters konnten sie oft zu Ministerialen aufsteigen und versuchten ihr Meieramt zu einem erblichen Lehen zu machen. Im Zuge dieser Entwicklung wurden die Naturalabgaben von den Grundherrn häufig in eine feste, jährliche Geldeinkunft umgewandelt, so dass der Meier oft vom Gutsverwalter zum Pächter wurde. S. auch Amtmann, Drost, Schultheiß, Vogt, Kellerer, Pfleger, Schaffner...
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StößerArbeiter in einem Steinbruch. Ein Stößer schlägt große Steinblöcke zu kleinen handlichen Einhei...
Straßeneinräumers. ChausseewärterChausseewärterDefinition: War für den reibungslosen Betrieb und Unterhalt von Landstraßen (so genannte Chausseen) zuständig. Der Beruf entstand Anfang des 18. Jahrhunderts und bestand bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Zu den Aufgaben eines Chausseewärters gehörte die Instandhaltung der Fahrbahndecke, die zu dieser Zeit überwiegend aus wassergebundenen Schotter- und Kiesdecken bestand, sowie der angrenzenden Bankette. Des Weiteren beseitigte er Unrat und Schlamm (so genannter Koth) und sorgte für den reibungslosen Abfluss von Regenwasser....
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Straßenkötters. HoppenplöckerHoppenplöckerDefinition: (Lippe) Leute ohne Landbesitz. Der Name stammte von ihrer hauptsächlichen Erwerbstätigkeit, dem Hopfenpflücken und dem Pfählen der Hopfenstangen. Hopfen wurde zum Bierbrauen benötigt, und an fast allen Schlössern und Burgen waren Hopfengärten angelegt. Häufig lag das Braurecht bei den Landesherren, und jeder Krug, jede Schänke im Herrschaftsbereich war verpflichtet, das herrschaftliche Bier abzunehmen. Die Hoppenplöcker verdingten sich auch als Tagelöhner auf den Bauernhöfen oder gingen ab 1750 als Ziegler in die Fremde. standen auf der untersten sozialen Stufe und besaßen außer einem kleinen Haus (Kotten) oder einer Wohnung keinerlei oder sehr wenig anbaufähigen Boden. Außer zum Hopfenpflücken wurden sie u.a. auch beim Scheren von Schafen und Ernten von Flachs eingesetzt....
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StrohdeckerEin Strohdecker hatte früher das Fachwerkhaus mit einem Strohdach zu versehen. Als Stroh wurde nur ...